Charm

400,00 €

Jenny Schäfer (*1985 in Kassel)

Charm”,
Fake Labubu (Lafufu), Lehm, Stoff,
10 × 10 × 20 cm an Band (70 cm).

Im Sommer 2025 flutete die Monster-Elfe „Labubu“ der chinesischen Firma Popmart die Welt der Stars, der Kinder und anderer Fans. Ursprünglich stammt das Kuscheltier aus der Feder des Künstlers Kasing Lung, der die Wesen in seinem Buch „The Monsters“ (2015) auftauchen ließ. Popmart verkauft Labubus hauptsächlich als Anhänger – auch Charms genannt.

Durch künstliche Verknappung, enorme Reichweite im Internet und einer großen Fälschungsindustrie entstand ein mindestens doppelt so großer Markt für Lafufus – die gefälschen Varianten der Charms. Wo es Hypes gibt, gibt es auch immer Hater und die Diskussion geht von Onlineforen bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auch in den 80ern und 90ern gab es inszenierte Aufregung für Waren z.B. Diddl-Blätter, Trolls, etc. Doch der Trend der Labubus unterscheidet sich in seinem Ausmaß aufgrund seiner Globalität, dem Preis und der dementsprechenden Statussymbolik sowie den sowohl kindlichen als auch erwachsenen Fans des nicht nur niedlichen, sondern auch aggressiven Wesens. Cuteness als Balsam in Krisenzeiten diskutiert die Herausgeberin des Kunstforum International (289) Annekathrin Kohout in unterschiedlichen Beiträgen.

Neben Dubaischokolade und Iced Matcha Latte ist das Labubu ein Phänomen der gegenwärtigen Rezession. Doch was bleibt? Was sehen wir in fünfzig Jahren, wenn wir auf das Wesen zurückschauen? Ist es nur ein Warenfetisch von vielen? Charm – im Englischen steht es – neben der Deutung als Anhängsel – für einen Zauber, einen Bann oder eine Beschwörung.

- Jenny Schäfer

Jenny Schäfer (*1985 in Kassel)

Charm”,
Fake Labubu (Lafufu), Lehm, Stoff,
10 × 10 × 20 cm an Band (70 cm).

Im Sommer 2025 flutete die Monster-Elfe „Labubu“ der chinesischen Firma Popmart die Welt der Stars, der Kinder und anderer Fans. Ursprünglich stammt das Kuscheltier aus der Feder des Künstlers Kasing Lung, der die Wesen in seinem Buch „The Monsters“ (2015) auftauchen ließ. Popmart verkauft Labubus hauptsächlich als Anhänger – auch Charms genannt.

Durch künstliche Verknappung, enorme Reichweite im Internet und einer großen Fälschungsindustrie entstand ein mindestens doppelt so großer Markt für Lafufus – die gefälschen Varianten der Charms. Wo es Hypes gibt, gibt es auch immer Hater und die Diskussion geht von Onlineforen bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auch in den 80ern und 90ern gab es inszenierte Aufregung für Waren z.B. Diddl-Blätter, Trolls, etc. Doch der Trend der Labubus unterscheidet sich in seinem Ausmaß aufgrund seiner Globalität, dem Preis und der dementsprechenden Statussymbolik sowie den sowohl kindlichen als auch erwachsenen Fans des nicht nur niedlichen, sondern auch aggressiven Wesens. Cuteness als Balsam in Krisenzeiten diskutiert die Herausgeberin des Kunstforum International (289) Annekathrin Kohout in unterschiedlichen Beiträgen.

Neben Dubaischokolade und Iced Matcha Latte ist das Labubu ein Phänomen der gegenwärtigen Rezession. Doch was bleibt? Was sehen wir in fünfzig Jahren, wenn wir auf das Wesen zurückschauen? Ist es nur ein Warenfetisch von vielen? Charm – im Englischen steht es – neben der Deutung als Anhängsel – für einen Zauber, einen Bann oder eine Beschwörung.

- Jenny Schäfer