FRANZ GRABMAYR
RHYTHMUS UND TANZ
06.03. - 17.04.2026
kleine gegenwart
Hallerplatz 8
20259 Hamburg
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Samstag 14:00 - 19:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Franz Grabmayr (1927–2015) zählt zu den eigenwilligsten Positionen der österreichischen Nachkriegskunst. Der gebürtige Kärntner, der den Großteil seines Lebens in Wien und im Waldviertel verbrachte, hat sich in seinen Werken intensiv mit der Natur und der Landwirtschaft auseinandergesetzt, die ihn umgaben und faszinierten. So hat er mit großem Materialaufwand monumentale, pastös ausgearbeitete Gemälde geschaffen, die vor allem Landschaften und ländliche Praxis festhalten.
Ein weiteres zentrales Thema in Grabmayrs Werk ist der Tanz, welchen er vor allem in seinen ikonischen „Tanzblättern“ eingefangen und immer wieder reflektiert hat. Diese Werke schuf er ab 1970 bis zum Ende seines Schaffens in den 2000ern, sowohl in seinem ländlichen Atelier als auch in der freien Natur, sowie über mehrere Jahre bei den Proben der Wiener Staatsoper.
Das Werk von Franz Grabmayr ist eng mit einem existenziellen Verständnis von Kunst und dem Leben selbst verbunden. Seine Bilder setzen sich intensiv mit Präsenz auseinander und erforschen die Interaktion von Wahrnehmung, Körper und Material. Längst nimmt sein Oeuvre einen zentralen Platz in der Geschichte der österreichischen postabstrakten Malerei ein.
Unter dem Titel „Rhythmus und Tanz“ versammelt die kleine gegenwart eine konzentrierte Auswahl an Werken, die Grabmayrs radikale und zugleich hochsensible Bildsprache als Bewegungsereignis erfahrbar macht: eine Arbeitsweise zwischen Impuls und Kontrolle, zwischen körperlicher Geste, Materialwiderstand und poetischer Verdichtung.